• Gaben (Dāna)
  • Sittlichkeit (Sīla)
  • Entsagung / Unbestechlichkeit (Nekkhamma)
  • Wissen (Paññā)
  • Willenskraft (Viriya)
  • Nachsicht (Khanti)
  • Wahrhaftigkeit / Gegebene Versprechen halten im Inneren wie im Äusseren (Sacca)
  • Entschlusskraft des eigenen Wirkens zum Heil und Wohle (Adhiṭṭhāna)
  • Güte / Wohlwollen (Mettā)
  • Edelmut / Erhabener Gleichmut / Erhabene Gelassenheit (Upekkhā)

Weil nämlich die Großen Wesen (mahāsattā) auf der Wesen Wohl bedacht sind, der Wesen Leiden nicht dulden, den besonderen Glückszu­ständen der Wesen lange Dauer wünschen und zu allen Wesen – da sie keiner besonderen Seite zuneigen gleiche Gesinnung hegen, darum geben sie allen Wesen zu ihrer Beglückung Gaben (dāna), ohne zu prüfen, ob diese oder jene der Gaben würdig sind oder nicht. Indem sie es vermeiden, die Wesen zu verletzen, befolgen sie die Sittlichkeit (sīla). Um die Sitt­lichkeit zur Vollendung zu bringen, üben sie Entsagung (nekkhamma). Um hinsichtlich dessen, was für die Wesen heilsam und unheilsam ist, die Unverblendung zu erreichen, läutern sie ihr Wissen (paññā). Dem Heile und Wohle der Wesen zuliebe strengen sie beständig ihre Willenskraft (viriya) an. Haben sie aber durch höchste Willenskraft selbst die Helden­haftigkeit erreicht, so sind sie dennoch voll Nachsicht (khanti) gegen die vielartigen Verfehlungen der Wesen. Ein gegebenes Versprechen, etwas zu geben oder zu tun, brechen sie nicht (Wahrhaftigkeit: sacca). Mit unerschütterlichem Entschlusse (adhiṭṭhāna) wirken sie zum Heile und Wohle der Wesen. Mit unerschütterlicher Güte (mettā) geben sie ihnen den Vorrang. In ihrem Gleichmute (upekkhā) erwarten sie keine Gegendienste.

Während sie so die (zehn) Vollkommenheiten (pārami) zur Voll­endung bringen, erwirken sie gleichzeitig alle edle Eigenschaften, hinauf bis zu den zehn Kräften, den vier Arten des Selbstvertrauens, den sechs Ungewöhnlichen Wissen und den achtzehn Eigenschaften eines Erleuch­teten.

 

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