„Im Spiel der Sinne mit der Welt,
täuscht der sich Selbst,
welcher sich verstrickt
in der Wahrnehmung durch die Sinne,
und somit erliegt dem Wahn der Sinne,
welcher trennt das Objekt vom Subjekt,
welch immer nur die Hälfte von der Hälfte
der Wahrheit birgt und somit
geringer als ein Viertel
garnichts sagt:

So kann das Ziel der Erkenntnis
der absoluten Wahrheit
nur von dem erfasst sein, welcher:
Von Sinnen ist …“

– Gerd Weckenmann

Die Erforschung der Sinne

Will man einen Sinn verstehen gilt es ihn zu erforschen:

Ein Sinn gerichtet auf ein Objekt macht Bewusstsein über Etwas, nämlich das Objekt. Das Subjekt ist das Handelnde. Will man die Funktion der Sinne erforschen, ist eine Reduktion auf das Wahrnehmen angebracht – womit das Subjekt zum Beobachter mit der Handlung der Wahrnehmung wird. Es wird somit die Halbwahrheit der Sinne ergründet indem das Subjekt auf ein geringstes mögliches Handeln, nämlich das Beobachten, welches noch kein Nicht-Handeln ist begrenzt.

Erst das Nicht-Handeln eröffnet die reine Wahrnehmung und somit die absolute Wahrheit. Somit müssen die Sinne ruhen, da jegliche Nutzung der Sinne eine Handlung an sich ist heist es, für den Beobachter sich von den Sinnen zurückzuziehen: Nicht Sehen, nicht Hören, nicht Riechen, nicht Schmecken, nicht Fühlen und keinen gedanklichen Dialog zu führen (Kontemplation).

Doch auch hier ist es nicht das Nichts, welches zum Objekt werden darf, den auch das Nichts ist ein Etwas und auch nichts, was zwischen Wahrnehmung und Nicht-Wahrnehmung liegt darf zum Objekt werden.

Der Zusammenfall der Dualität

Erst wenn das Subjekt des Beobachters zum Objekt des Geistes wird fällt das Objekt ins Subjekt und wird zum Einen, welches jenseits der Worte und der Sinneswahrnehmung dieser Welt liegt.

Jetzt ruht der Beobachter jenseits von Name, Form, Raum und Zeit: Das ist das Stehen bleiben, die Dreieinigkeit von Herz, Geist und Seele, das Nirwana oder auch Nibahna – Jenseits der Welt und frei vom Selbstbann und dem Wahn der Welt.

Der Weg zur Einspitzigkeit

Mit dieser Erkenntnis ausgestattet kann nun der Weg ergründet werden und das Training zielgerichtet werden auf den reinsten Zustand: Das Nirwana oder auch Nibana!

Der Weg führt über die Erkenntnis das im Denken das „Ich“ ein Konstrukt ist – ein Geschaffenes und damit nicht ich. Dann dem Durchschauen der Sinne zu den „Schönen, reinen Sinnen“ (mittels der Kasinas), dann dem Rückzug von den Sinnen (Pratyahara), über die Unbegrenztheit des Raumes, zur Unbegrenztheit des Bewusstseins und der Leere des Bewusstseins (Bewusster Tiefschlaf und Vorstellung des Nichts) zur reflexionsfreien Einspitzigkeit des höchsten Samadhis (Weder Wahrnehmung – Noch Nicht-Wahrnehmung / Quantenzustand) zur Unbeschreiblichkeit der Ewigkeit und Befreiung aus dem Bann der Welt mit dem Geborenwerden und Sterben.

„Nicht leicht ist der Weg, doch vielversprechend in seiner Einfachheit!“

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