Was bereitet mir Lust und was bereitet mir Frust?

Ein prächtiges Mahl in Gesellschaft von Freunden und guten Gesprächen lässt einem Sorgen und Kummer für den Augenblick vergessen.

Einen Kaffee zu trinken und eine Zigarette zu rauchen kann ein Genuss sein. Der Kaffee regt das Herz an und die Zigarette bringt ein Geschmackserlebnis und einen kurzzeitigen Energieschub.

Ein Konzert bei lauter Musik und im Tanze sich vom Rhythmus in einen extatischen Zustand tragen zu lassen. Alles ausser der Musik und der Bewegung des Körpers ist vergessen – es lebe der Moment!

Einen Joint zu rauchen und den Rauschzustand mit Glücksgefühlen und Entspannung zu geniessen kann nach einem stressigen Arbeitstag einen Abstand zur Realität schaffen und die Sorgen der Welt vergessen machen.

„Genuss basiert auf Sinneseindrücken, die man als positiv empfindet.“

All diese Genüsse basieren auf Sinneseindrücken und dem erzeugten Rauschzustand mit unterschiedlichsten Nebenwirkungen.

„Genuss ist ein Rauschzustand.“

Genuss findet im Augenblick statt und hat mit der Fähigkeit zu tun Freude zu empfinden. Doch gibt es einen Genuss ohne Reue und unerwünschten Nebeneffekten?

Wenn die Lust auf den Genuss zur Sucht wird, dann suchen wir das was uns Freude schafft und erwirken in der Leidenschaft das was uns das Leiden schafft: Das üppige Mahl führt zur Verfettung des Körpers, der Xte Kaffee zur Unruhe, die regelmässige Zigarette zu Krebs, die laute Musik zu Hörschäden und der Joint wird zur Sucht.

„Die weltliche Kunst des Genusses besteht darin, dem Genuss eine bestimmte Form zu geben, die einen Anfang und ein Ende hat, sowie die Beherrschung seiner Selbst den Genuss nicht zur Sucht und damit zur Leidenschaft werden zu lassen!“

Die Lust wird zur Last, wenn wir uns darauf fixieren durch Sinneseindrücke Freude zu finden. Denn die weltliche Freude ist immer von Bedingungen abhängig, die wir schaffen oder suchen müssen. Somit tragen wir immer mehr Lasten in Form von geprägten Formeln der Leidenschaften in unserem Geist herum. Wenn diese Gleichungen nicht aufgehen wird die Lustsuche zum Frust und damit beginnt dann das Leiden.

Die Formel der Leidenschaft: Von der Lust auf Genuss zum Frust bei Nichterfüllung wird es eine Last, die dann das Leiden schafft!

Gibt es Freude ohne Genuss? Kann man Lust empfinden ohne Genuss? Gibt es eine Freude die über dem Genuss des Sinnesrausches steht?

In der Stille der Meditation und der Enthaltsamkeit von Sinneseindrücken kann man das Experiment wagen die Leidenschaft zu unterbrechen und sich möglichen überweltlichen Freuden hinzugeben …

„Die höchste Form der Lust ist die Kunst, Freude ohne weltliche Ursache zu geniessen.“

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- Dipl. Ing. Electronics - Enterprise IT-Architect - Ashtanga Yogi - Scholar of Buddhismus - Philosoph - Seeker of the absolute Truth of Reality

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