Die Zeit ist ein Fluß, steht nie still – kann uns mitreissen oder kann uns in ruhigem Fluss dahin geleiten. Kann man diesen Fluß überqueren? Was ist das geeignete Fahrzeug zur Überquerung der Gezeiten?

Was ist Wirklichkeit? Wirklichkeit ist da wo wir wirken können und wann können wir auf die Welt und uns selbst einwirken? Die Antwort ist hier und Jetzt – in der Gegenwart!

Die Zeit

Die Zeit ist dreifältig und lässt sich in Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft unterscheiden. Die Vergangenheit bestimmt die Gegenwart, welche die Zukunft in sich birgt und wenn sie zur Gegenwart wird schon wieder zur Vergangenheit geworden ist: Der ewige Kreisel der Zeit.

Das Schicksalsrad

Die Vergangenheit ist vergangen und die Zukunft noch nicht geboren. Vergangenes wird zu Erinnerung – ist Geronnenes – also solches welches sich in unserem Geist verfestigt hat. Die Zukunft ist unklar – nebulös – also solches welches in unserem Geist als Ahnung, Traumgespinst oder Vorstellung existiert.

Das Schicksalsrad der Zeiten

Das Schicksal ist ein geschickt sein – doch von wem lassen wir unser Geschick lenken? Nimm es selbst in die Hand und löse dich vom Einfluß deiner Vergangenheit und den Vorstellungen über deine Zukunft – dann bist du frei im Hier und Jetzt dein eigenes Schicksal zu wählen!

Lass dich durch die Anderen nicht schikanieren oder dich irgendwo hin schicken – löse dich vom Einfluß und den Meinungen der Anderen und bilde dir durch das Verweilen im schicksalshaftesten Augenblick, dem einzig Wahren – der Gegenwart – dein eigenes Schicksal. Nimm dein Geschick in die eigenen Hände und werde Herr über deine Füsse!

Die Macht der Gegenwart

Meinungen sind auch immer Deinungen, sind angenommenes und somit nichts was dich ausmacht – wir nehmen sie von Anderen an.

Vorstellungen sind vor-gestellt d.h. wir stellen sie vor uns – das Zukünftige kommt auf uns zu, so meinen wir und stolpern erneut über die Meinung.

Betrachte die Welt frei von Meinungen und Vorstellungen und lerne ihre Gesetzmässigkeiten durch die Macht der Verweilung in der Gegenwart – im gegenwärtigen Augenblick – so erringst du Freiheit!

Die Klarheit des Geistes

Die Vergangenheit ist milchig und die Zukunft ist neblig. Wenn unser Geist darin verweilt befindet er sich in solcher Art von unklaren Zuständen.

Gegenwärtig sein heisst sich der Gegenwart gewahr zu sein: Nicht der Vergangenheit hinterherzulaufen und sich nicht in der Zukunft verlieren.

Nur im Hier und Jetzt sind wir Herr unseres Geschickes. Die Veränderung geschieht im Hier und Jetzt. Die Gegenwart ist klar, während die Vergangenheit sich in der Auflösung befindet und die Zukunft sich in Unbestimmtheit befindet. Nur in der Gegenwart kann der Geist zur Klarheit kommen.

Im gegenwärtigen Augenblick verweilen

Um den Geist in der Gegenwart zu verankern können wir unseren Atem nutzen. Er ist solange wir Leben mit uns:

Wenn wir einatmen wissen wir, dass wir einatmen und wenn wir ausatmen wissen wir, dass wir ausatmen. So weis der Geist: Ich lebe – keine Angst ist im Leben!

Mit klarem und aufmerksamen Geist im gegenwärtigen Augenblick verweilen: Gegenwärtig sein heisst auch Aufmerksam zu sein, ansonsten driften wir in Vergangenes oder verlieren uns in Zukünftigem.

Gegenwärtig zu sein heisst hier zu sein, heisst wach zu sein: Wenn wir einatmen wissen wir, dass wir einatmen und wenn wir ausatmen wissen wir, dass wir ausatmen. So weis der Geist: Ich bin hier – keine Angst ist hier!

Mit klarem und wachem Geist im gegenwärtigen Augenblick verweilen: Gegenwärtig sein heisst auch Wach zu sein, ansonsten driften wir an vergangene Orte in der Zeit oder suchen nach zukünftige Orten in der Zeit.

Gegenwärtig zu sein heisst zu wissen: Wenn wir einatmen wissen wir, dass wir einatmen und wenn wir ausatmen wissen wir, dass wir ausatmen. So weis der Geist: Ich weis – keine Angst ist im Wissen!

Das Mantra des Atmens

atme ein – atme aus – Konzentration,
atme ein – atme aus – Achtsamkeit,
atme ein – atme aus – Gewahrsein,
wiederhole …

Gerd Weckenmann

Im Bann der Sinne

„Du selber machst die Zeit, das Uhrwerk sind die Sinnen, hemmst du die Unruh nur, so ist die Zeit von hinnen.“

Angelus Silesius

Das torlose Tor

Die Gegenwart ist das Tor zur Ewigkeit: Nur ein klarer und ruhiger Geist kann den Zugang erkennen. Erst wenn sich die Turbulenzen der Welt im Geist gelegt haben verschwindet die Unruhe, die uns durch die Sinneseindrücke in Aufruhr versetzt haben.

Wenn wir in einen Brunnen blicken erkennen wir den Grund erst wenn die Sonne im Zenit steht und das Wasser nicht mehr getrübt ist.

Die Sonne ist unser eigenes Licht der Erkenntnis und das getrübte Wasser des Brunnens ein Sinnbild für den durch die Welteindrücke getrübten Geist.

In der Stille der Meditation, mit dem Atem als Anker im gegenwärtigen Augenblick können die Unreinheiten des Geistes sich absenken. Mit dem eigenen Licht der Erkenntnis können wir auf den Grund unseres Wesens blicken und dem Schicksalsrad entkommen.

Die Zeitlosigkeit

Tick – Tack – Tick – Tack …
so vergeht die Zeit
im Takt der Gewohnheit

Sssssssssssssssssssssss …
so zerrinnt die Zeit
im Fluß des Lebens


so fliesst die Zeit
in der Stille der Meditation

.
so steht die Zeit
in der Ewigkeit

Gerd Weckenmann

Über den Autor gwecken

No words can describe anyone, but let's use some to make an imprint: Seeker of the absolute Truth of Reality, Yogi, Dish-Washer, Philosopher, Scholar of Buddhismus and Tantra, Son, Author, Enterprise IT-Architect, Bodhisattva, Student and Teacher, Dipl. Ing. Electronics and first and foremost a friend.

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